LZ8 – Hargarten


StartpunktNoller Weg, 53562 Hargarten
Längeca. 5,4 km
Höhenprofilca. 110 Höhenmeter
Gehzeitca. 1 1/4 Stunde
Anspruchleicht
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Flache und idyllische Spazierrunde auf breiten Wegen – leider ist der Wurfscheiben-Schießstand in direkter Nähe ein unüberhörbarer Minuspunkt.
Die Runde ist prima ausgeschildert und markiert, so dass es außer den Augen keiner weiteren Navigationshilfe bedarf.


Unser Startplatz war ein kleiner Parkplatz am Noller Weg gegenüber vom „Schäffe Hoflädchen“. Wenn man dort links auf einen kleinen Wirtschaftsweg einbiegt und ca. 100 Meter marschiert, stößt man direkt mit der Wandernase auf den von dort an perfekt ausgeschilderten LZ8.

Gleich vorweg – der LZ8 ist nix für Freunde anspruchsvoller Langstreckenwanderungen mit vielen Höhenmetern und Singletrails – aber wenn man sich einfach mal ein wenig die Beine ausschütteln und gemütlich flanieren möchte (oder ein Anfänger-Wandervogel ist), ist er perfekt. Trotz der Kürze der Strecke kommen auch Panorama-Fans voll auf ihre Kosten.

Ziemlich schnell führt der breite Weg in ein zauberhaftes, dichtes Wäldchen, dass durch viele bemooste Basaltbrocken entlang der Pfades beinahe märchenhaften Flair versprüht…wenn nicht gerade die nahegelegene Schießanlage genutzt wird, die man auf dem LZ8 umwandert. Dann wird der Genuss doch leider empfindlich durch mitunter ziemlich lautes Geballere gestört und es kann für Wandervogel und Wanderhund durchaus ein wenig unentspannt werden.

(Nach einer freundlichen Auskunft der „PARCOURS-SCHÜTZEN HUMMELSBERG“ wird in der Mittagszeit zwischen 13.00 – 14.00 Uhr, abends nach 18.00 Uhr und sonntags definitiv nicht geschossen, ansonsten gibt es keine festen Zeiten.)

Aber auch wenn’s öfter mal knallt, sollte man sich den schönen Weg und die tollen Aussichten nicht vermiesen lassen. Nach ca. 3 km lässt man das Geballere dann auch komplett hinter sich und flaniert über einen asphaltierten Wirtschaftswege an weiten Feldern und tollen Panoramen vorbei. Später dann führt der Weg nochmal ein wenig durch den Wald, dann kurz durch den Ort und schon steht man wieder am Hofladen.

Alles in allem ein wirklich charmantes und trotz der Kürze abwechslungsreiches und gut markiertes Wegelchen, dass man durchaus „mitnehmen“ kann, wenn man gerade in der Gegend ist.

Kleiner Tipp für einen netten „Urlaub-Zuhause-Tag“ – zuerst den LZ 8 schlendern, dann eine leckere Vesperstulle auf dem Aussichtsplateau des Kaiserbergs in Linz genießen und danach noch den LZ 4 in Dattenberg flanieren. So wird’s ne runde Sache


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Tatzelwurmweg – Kobern-Gondorf


StartpunktLennigstr. 45, 56330 Kobern-Gondorf
Längeca. 7,4 km
Höhenprofilca. 250 Höhenmeter
Gehzeitca. 3 Stunden
Anspruchknackig
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Der Tatzelwurmweg ist mal wieder der beste Beweis dafür, dass eine Wanderung nicht zwingend über 20 km lang sein muss – die knapp 8 km sind außerordentlich abwechslungsreich, mit vielen knackigen Steigungen wunderbar anspruchsvoll und bieten mit ihren wirklich zahlreichen tollen Aussichtspunkten und gemütlichen Relaxbänken die Möglichkeit, einen Tag ganz wunderbar zu vertrödeln.
Die Beschilderung ist durchweg gut – eine Karte oder GPS-Gerät können aber kein Fehler sein.

Auf dem ersten Kilometer führt der Tatzelwurmweg wenig spannend über einen asphaltierten Weg an Weinbergen vorbei nach oben – aber alsbald macht er einen knackigen Schwenk nach rechts über einen felsigen, knackigen Pfad in die Höhe. Warum dieses Waldstück „Buchhöll“ heißt, hat sich mir bisher nicht erschlossen – denn zum wachsen hier statt Buchen unzählge knorrige Eichen, zum anderen ist dieses traumhafte Fleckchen Wald mit idyllischen Trampelpfaden und atemberaubenden Aussichtspunkten weit von dem entfernt, was ich mir persönlich unter „Hölle“ vorstellen würde.

Wer mag, kann sich hier Meter für Meter genüsslich von Relaxbank zu Relaxbank lümmeln, Aussichten gucken und den Tag vertrödeln – oder mit forschem Schritt die Lungenflügel zum Beben und die Beinmuskeln zum Glühen bringen.

Auf die „Buchhöll“ folgt eine längere, vergleichsweise flache Passage über die weite Feldlandschaft des Rosenbergs (mit Aussicht. Logisch!). Das anschließende Hohesteinsbachtal ist nicht nicht zu idyllisch, sondern es gibt auch mit dem Margarethenbrünnchen und dem Sauerbrunnen ein bisschen was zu gucken.
Auf dem Anstieg zur Matthiaskapelle könnte man sich auf dem Pirschpfad durch das Absuchen des Forstes nach drapierten Tierfiguren von der eigenen Schnauferei ablenken…uns hingegen hat der wunderhübsche Pfad wiederum vom Suchen abgelenkt, so dass wir am Ende nur einen einzigen kümmerlichen Hasen entdeckt haben. Dafür aber wieder jede Menge Panorama ins Moseltal.

Auf halber Höhe kann man einen kleinen Schlenker zur Tatzelwurmhöhle machen, wo der Sage nach in alten Zeiten der Namensgeber dieses Wanderweges gehaust haben soll. Heute war aber niemand zu Hause – die Hunde haben extra nachgeschaut.

Auf einem schroffen, felsigen Kreuzweg (mit AUSSICHT! falls ich das nicht erwähnten haben sollte) kann man nun von den Kapelle aus zurück in den Ort marschieren und sich glückselig des wunderbaren Wandertages erfreuen.

Trotz vergleichsweise kurzer Strecke gibt es von mir die vollste Wanderempfehlung – der Weg bietet irre viel Abwechslung und unterschiedliche Landschaftsbilder. Kopf, Muskeln und die Seele kommen hier voll auf ihre Kosten.


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Erlebnisschleife Katzenschleif – Waldbreitbach


StartpunktMarktstraße, 56588 Waldbreitbach
Längeca. 10,3 km
Höhenprofilca. 350 Höhenmeter
Gehzeitca. 3 Stunden
Anspruchsportlich
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Abwechslungsreiche, anspruchsvolle und einsame Wanderstrecke mit hohem Spaßfaktor für Mensch‘ – und Hund.
Da der Weg nicht offiziell ausgeschildert ist, würde ich mich nicht ohne Karte oder GPS-Gerät/und oder Ortskenntnis auf den Weg machen.


Auf dem großen Parkplatz am Startpunkt (Marktstraße) gibt es nicht nur ausreichend Parkmöglichkeiten, sondern auch öffentliche Toiletten in zumeist passablem Hygienezustand – dies nur als kleine Randnotiz.

Obwohl die ehemalige Erzgrube Katzenschleif die Namensgeberin dieser großartigen Tour ist, ist auf der Original-Route irritierenderweise ziemlich wenig davon zu sehen.
Daher bin ich auf meiner Wanderung frecherweise gleich zweimal vom Kurs abgewichen – gleich zu Beginn bin ich durch ein Waldstück namens „Fratzehölzje“ gestapft, wo es nicht nur zauberhaft geschlungene Trampelpfade, sondern auch den leicht zugewuchterten Eingang zu einer Grube zu bestaunen gibt.
Danach schraubt sich der Weg über den Westerwaldsteig über einen wunderhübschen Trampelpfad durch einen beinahe kathedralenartigen Buchenwald Richtung Over. Oben angekommen kann der verschwitzte Wanderer den visuellen Lohn seiner Wandermühen ernten, denn des bietet sich ein grandioses Panorama in alle Himmelsrichtungen. Aussicht satt!

Alsbald schlängelt sich der Wald dann wieder abwärts in den Wald und führt an dem privat bewohnten „Schloss Walburg“ vorbei, wo ich mir jedes Mal die Nase am gußeisernen Tor plattdrücke und mir vorstelle, höchstselbst die Schlossherrin zu sein und jeden Morgen mit einem Blick ins Wiedtal vom Burgtürmchen aus beginnen zu können.
Hach.

Zurück in Waldbreitbbach weicht „meine“ Route dann wieder vom offziellen Weg ab und führt an der Wied entlang zum Schützenhaus der St. Sebastianus Bruderschaft, wo ein Gedenkstein und ein Förderturm an die ehemalige Erzgrube Katzenschleif erinnert.

Ein paar Meter weiter steht auf Wiese auch noch eine alte Lore herum – und das war’s dann auch in Sachen Kultur und Geschichte.
Schöne Waldlandschaften und schicke Aussicht finde ich ohnehin wichtiger, und davon gibt’s auf dieser grandiosen Strecke wirklich reichlich.


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