„Aus! und RAUS!“ – ein Selbstversuch

Am 10.06.19 habe ich mir zum ersten Mal „Aus! und Raus!“ auf die Fahne geschrieben – und so ist es mir dabei ergangen:

Der frühe Vogel kann mich mal.
Und „Aus! und Raus!“ auch!

In der vergangenen Nacht haben die Sorgenteufelchen auf meiner Hirnrinde Samba getanzt und mir den Schlaf geraubt. Mit verquollenen Augenschlitzen starre ich mein müdes, missmutiges Spiegelbild an und beschließe, heute mal aber mal ganz kräftig auf mein selbstauferlegtes „Aus und Raus“ zu husten. Ich will heute träge auf der Couch sitzen, im Internet daddeln, meinen Freunden via WhatsApp mein Leid klagen und gepflegt in Selbstmitleid versinken.
Bitteschön.

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8 bis 20 – oder „Aus und raus!“

„In der Stille werden die wahrhaft großen Dinge geboren.“
(Thomas Carlyle)


Kürzlich habe ich gelesen, dass Otto Normalhandyfummler im Durchschnitt 1,6 Stunden täglich mit seinem Smartphone online ist, mancher sogar bis zu 4 Stunden und mehr. Zuerst habe ich ein bisschen spöttisch über diese Zahlen geschmunzelt und unter „Übertreibung“ in dem hirneigenen Ablagekästchen einsortiert. Aber nachdem ich mich selbst ein bisschen dabei beobachtet habe, wie oft ich täglich mein Smartphonedisplay vor der Nase habe, komme ich nicht umhin, mir einzugestehen, dass da wohl durchaus was dran sein könnte.

Schlimmer noch, ohne mein Smartphone fühle ich mich oft nackisch und unvollständig, habe Angst, irgendwas zu verpassen oder – hört, hört! – nicht erreichtbar zu sein. Dabei tut mir die ständige Dauerpiddelei gar nicht mal gut, im Gegenteil.

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Raus aus der Routine, rein in den Wald!


Wer jeden Tag das Gleiche tut, für den scheint die Zeit gefühlt im Sauseschritt vorbeizurasen. Routine, immer der gleiche Trott und dazu noch Stress und Hektik sind nämlich leider ganz mächtige „Zeitraffer“.

Oder, wie Isabell Winkler von der Technischen Universität Chemnitz es ausdrückt: „Zunehmende Routinen führen zu weniger intensiv und bewusst erlebten Ereignissen oder Handlungen – und damit wird die Dauer als kürzer wahrgenommen.“ *)


Dieser Gedanke kreist heute durch meine Hirnstube, als ich mich durch den allabendlichen Feierabend-Stau gähne. Wie nach jedem Arbeitstag drängt es meinen müden Korpus eigentlich nur noch in die Horizontale.

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