Der Wald-Ziest – kann „lecker“ und „locker“!


Nach der ‚Knoblauchsrauke und dem ‚Kriechenden Günselwird es nun langsam mal wieder Zeit, ein leckeres Kraut aus der grünen Vorratskammer von Doktor Wald vorzustellen. Also Vorhang auf und Bühne frei für den…(tadaaaaa!) Wald-Ziest!

Im Frühjahr vor der Blütezeit kann dieses Pflänzchen optisch leicht mit der Brennessel verwechselt werden, zumal sich die Beiden auch gerne mal die halbschattigen Standorte an Wegesrand und Gebüsch teilen. Allerdings sind die Blätter des Wald-Ziests weniger gezackt und fühlen sich im Gegensatz zum brennenden Kumpel ganz weich und zart an. Wenn man die Blätter abzupft und leicht reibt, riechen sie zuerst muffig und unangenehm. Das wahre (und ziemlich leckere) Gesicht des Wald-Ziests offenbart sich erst nach kräftigerem Reiben und Rubbeln, wenn der Pflanzensaft austritt.

Weiterlesen

Aus Harry Potters Zauberküche – „Der kriechende Günsel“

Nachdem die Knoblauchsrauke und ich inzwischen so richtig dicke Kumpels sind und ich heute abend sogar „Gurke mit Raukenquark“ verschnabuliert habe, wurde es langsam Zeit, mir einen weiteren Freund zu suchen und mein Wissen um die heimische Flora zu erweitern.
Da der Wald ja bis zur Halskrause voll mit Pflanzen ist, die ich noch nicht kenne, war es kein schwieriges Unterfangen, ein fremdes Pflänzchen aufzustöbern. Gleich auf den ersten Metern einer kleinen Neuwieder Rheinsteigrunde stolperten meine Augen über ein bodennahes Stängelchen mit dunkelgrünen Blättern und einer Krone aus bis dato eher geschlossenen Blüten.

Weiterlesen

Aroma und Würze – Die Knoblauchsrauke

Auch wenn der Titel ‚Natur- und Landschaftsführer‘ meine innere Ruhmeshalle ziert, bin ich zugegebenermaßen eine ziemlich Nulpe, was das Wissen um heimische Flora und Fauna angeht. Ich kenne zwar die zauberhaftesten Wege, aber was da so an Grünzeug um die Pfade herumwuchert, zaubert mir dann doch oft eher ein Fragezeichen ins Gesicht.

Um diesen Zustand zu ändern, habe ich mir vorgenommen, mir bei meinen Wanderungen im Wiedtal und rund um Neuwied immer je eine Pflanze herauszublicken, die ich noch nicht kenne und mich dann gründlich mit ihr anzufreunden.
Oder zumindest ihren Namen in Erfahrung zu bringen.
Man muss ja nicht immer gleich einen auf dicke Freundschaft machen.

Weiterlesen