Die Wilde Karde – eine stachelige Borreliosen-Amazone

Bisher habe ich die „Wilde Karde“ nur als braunes, dürres Disteldings am Wegesrand wahrgenommen, das allerhöchstens dazu taugt, einem trübseligen Grabgesteck den letzten optischen Endzeit-Schliff zu verpassen.

Kürzlich habe ich dann aber gelernt, dass die Wilde Karde überhaupt nicht zu den Distelgewächsen zählt, sondern sozusagen eine eigene Familie bildet, die der „Kardengewächse“ nämlich.
Hört, hört.

Aber noch viel spannender als die botanischen Verwandschaftsverhältnisse ist das, was die Karde so alles draufhat. Ganz besonderes Augenmerk sollte man dabei auf die Wurzel legen.

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Westerwaldsteine – Bunte Funde aus dem Forst

„Guck mal was ich gefunden habe!“ quietscht mir meine Freundin schon von weitem ekstatisch entgegen und hält mir einen kleinen Stein mit einem roten Herz unter die Neugiernase.
„Aaah!“ quietsche ich nicht minder ekstatisch zurück „davon hab‘ ich im Internet gelesen!“
„Ähm, wie jetzt – du hast gelesen, dass ich ’nen Stein gefunden habe?!“
„Nee…von diesen bemalten Steinen. Dreh‘ mal rum, da müsste was drauf stehen!“.

Und siehe da – auf der Rückseite des steinernden Fundstücks findet sich die bemerkenswert filigrane Aufschrift

#paintarockhidearockday
24. Juli 2019
#westerwaldsteine

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Der Wald-Ziest – kann „lecker“ und „locker“!


Nach der ‚Knoblauchsrauke und dem ‚Kriechenden Günselwird es nun langsam mal wieder Zeit, ein leckeres Kraut aus der grünen Vorratskammer von Doktor Wald vorzustellen. Also Vorhang auf und Bühne frei für den…(tadaaaaa!) Wald-Ziest!

Im Frühjahr vor der Blütezeit kann dieses Pflänzchen optisch leicht mit der Brennessel verwechselt werden, zumal sich die Beiden auch gerne mal die halbschattigen Standorte an Wegesrand und Gebüsch teilen. Allerdings sind die Blätter des Wald-Ziests weniger gezackt und fühlen sich im Gegensatz zum brennenden Kumpel ganz weich und zart an. Wenn man die Blätter abzupft und leicht reibt, riechen sie zuerst muffig und unangenehm. Das wahre (und ziemlich leckere) Gesicht des Wald-Ziests offenbart sich erst nach kräftigerem Reiben und Rubbeln, wenn der Pflanzensaft austritt.

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