Der Wald-Ziest – kann „lecker“ und „locker“!


Nach der ‚Knoblauchsrauke und dem ‚Kriechenden Günselwird es nun langsam mal wieder Zeit, ein leckeres Kraut aus der grünen Vorratskammer von Doktor Wald vorzustellen. Also Vorhang auf und Bühne frei für den…(tadaaaaa!) Wald-Ziest!

Im Frühjahr vor der Blütezeit kann dieses Pflänzchen optisch leicht mit der Brennessel verwechselt werden, zumal sich die Beiden auch gerne mal die halbschattigen Standorte an Wegesrand und Gebüsch teilen. Allerdings sind die Blätter des Wald-Ziests weniger gezackt und fühlen sich im Gegensatz zum brennenden Kumpel ganz weich und zart an. Wenn man die Blätter abzupft und leicht reibt, riechen sie zuerst muffig und unangenehm. Das wahre (und ziemlich leckere) Gesicht des Wald-Ziests offenbart sich erst nach kräftigerem Reiben und Rubbeln, wenn der Pflanzensaft austritt.

Dann kann man nämlich ein zartes Steinpilz-Aroma erschnüffeln, und genau das ist sein köstliches Geheimnis: Die Blätter, Blüten und Samen verleihen jedem Gericht eine feine, pilzige Note.
Wichtig ist jedoch, dass der Wald-Ziest zerrieben/gekocht wird – im rohen Zustand schmecken die Blätter nicht.

Aber der Wald-Ziest kann nicht nur „lecker“, sondern auch „locker“…er soll nämlich krampflösend und beruhigend wirken und bei Menstruationsbeschwerden helfen.

Grund genug, sich mal wieder das Rotkäppchen-Körbchen unter den Arm zu klemmen und sich zu einer munteren Ziest-Sammelei aufzumachen. Ich habe meine Beute zu einfachen Kartoffelplätzchen verarbeitet, die sowohl kalt wie auch warm ganz phantastisch schmecken. Man darf ruhig großzügig mit dem Wald-Ziest sein – meine Prototypen hatten nur eine ganz dezente Pilznote im Abgang, da ist noch Ziestluft nach oben.

Das Rezept zu diesen leckeren „Tuffeldingern“ gibt es auf meiner ‚anderen Seite‘ im Mohrblog [Klick HIER!]– statt Petersilie dann einfach reichlich Waldziest verwenden und gründlich einkneten, damit das Aroma es so richtig im Teig gemütlich machen kann.

Der Wald-Ziest wächst und blüht bis weit in den Herbst hinein – also Zeit genug für jede Menge Leckerschmecker-Experimente. Oder aber – einfach mal zu ’ner Outdoor-and-Mohr-Gruppenstunde mitkommen, da landet das Pflänzchen auch gerne mal auf dem Picknicktisch.

Fröhliches Wald-Ziest-Schnüffeln mit Outdoor-and-MOHR

Komm‘ doch einfach mit zu Doktor Wald!

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